Aerodrom Maribor Letališka cesta 10, 2312 Orehova vas

Geschichte

Geschichte

Geschichte

1976

Eröffnung des Flughafens für den kommerziellen Verkehr.

1999

Renovierung der Start- und Landebahn.

Flughafen dient schon seit Langem als Zentrum für die Pilotenschulung der Fluggesellschaften Swissair, Aero Lloyd in LTU, Deutsche BA und Lauda Air.

In frühen 90er Jahren gab es 85.000 Passagiere und 700 Tonnen Fracht jährlich.

2000

Plattformrenovierung.

2002

Gesellschaft Aerodrom Maribor d.o.o. wurde dem Unternehmen Prevent Global d.d. aus Slovenj Gradca verkauft, als mehrheitlicher Eigentümer.

2002 bis einschlieβlich 2004

Aerodrom Maribor d.o.o. hat die ganze Infrastruktur, die unter seinem Besitz steht, erneuert.

2004/05

Renovierung des Systems für die instrumentale Landung ILS CAT I. ebenso Renovierung der Transformatverteilerstation.

2003/06

Renovierter und ausgebauter Schutzzaun.

2007

Beginn der Renovierungsarbeiten und das Anbauen des neuen Passagierterminals, als Teil des operativen Programms für die Entwicklung der Umwelt- und Verkehrsinfrastruktur für Periode zwischen 2007-2013, der dritten Entwicklungspriorität der Verkehrsinfrastruktur ESRR- Gebiet der Flug- und Flughafeninfrastruktur.

2008/02

Staatsbürger, Herr Silvo Škornik, hat am 22. Februar 2008 die Umbenennung des Flughafens vorgeschlagen, so hat die Regierung der Republik Sloweniens einen Beschluss gefasst, den Flughafen umzubenennen. So fing man mit dem 15. Juni 2008 den Namen „Letališče Edvarda Rusjana Maribor“ zu benutzen.

2012/11

Eröffnung des Terminal B- Abflug.

2013

Wiederbelebung des Passagierterminals mit Charterflügen nach Zakynthos, Kos und Antalya.

2015

 Neue Flugverbindung Maribor - London.

Über Edvard Rusjan

Edvard Rusjan

Am Anfang der Flugindustrie haben einige berühmte Brüderpaare erhebliche Erfolge erzielt. So haben z.B. Brüder Montgolfier erste Ballone gebaut, Brüder Lilienthal haben das Fliegen der Vögel erforscht, Brüder Wright aber mit eigenen Flugzeugen den Weg der Motorluftfahrt gebahnt. Was die Letzten in der Weltgeschichte der Luftfahrt sind, sind die Brüder Rusjan in unserer. Edvard hat am 25. November 1909 den ersten slowenischen Motorflugversuch ausgeführt, als erster mit eigenem Flugzeug in der eigenen Konstruktion, im breiten Teil Europas, im Gebiet von Ex-Jugoslawien und dem Balkan.

Edvard Rusjan wurde am 6. Juni 1886 in Triest geboren. Bevor sich Jože und Edvard dazu entschlossen haben sich mit der Luftfahrt zu beschäftigen, war für sie die Arbeit in der Werkstatt des Vaters in Gorica gedacht.

Vielfältige familiäre Aktivitäten, slowenische Schulung, harte Arbeit in der Werkstatt, sportliche Wettbewerfe mit zahlreichen Erfolgen und Offenherzigkeit und das Interessieren für gesellschaftliche und technologische Fortschritte, haben im gegenseitigen Effekt Edvards Wachstum so geprägt, dass er fähig war spitzenmäβige Leistungen in seinen letzten zwei Jahren des Lebens zu erzielen, womit er sich schon als 11-Jähriger beschäftigt hat.

Anfänge der Brüder Rusjan sind älter als Edvards Radfahren. Mit Problemen des dynamischen Fluges fingen sich Brüder schon im Jahre 1897 zu beschäftigen. Weil Edvard erst elf Jahre alt war, sein Bruder Jože aber schon dreizehn, war das sicher  Initiative des älteren Bruders. Zeitschriften haben in der Zeit viel über Lilienthal geschrieben, der ein Jahr früher gefallen ist, über Ballons und über Kress und noch über andere Flugversuche. Viele dieser Ereignisse führten sicher dazu, dass das Interesse an der Luftfahrt auch in Gorica gestiegen ist, wo auch unterschiedliche Magazine und Bücher mit Flugtechnik leicht zu finden waren.

Im Jahr 1908 hat Edvard in der Werkstatt des Vaters aus Bambusstocks und Pappe sein erstes Flugzeug gebaut, was er schelmisch als »Trapola de carta- Papierstreich« getauft hat. Auf der Holzseite der Werkstatt ist die Überschrift »Fabriquetechnique d'aeroplans Rusjan- Flugzeugwerkstatt Rusjan« leicht zu lesen.

Bevor sich beide Brüder dazu entschieden haben ihr erstes richtiges Flugzeug zu bauen, haben sie zuerst ein Miniaturbild in Naturgöβe gebaut, einen räumlichen Plan, um sich dann jedes Detail genau auszudenken.

Eda I wollte bei den ersten Versuchen, am 6. und 7. November 1909, noch nicht fliegen. Umänderung der ersten Variante war erst am 25. November 1909 erfolgreich, wo Edvard von 20 bis 60m fliegen konnte und ganze 2m hoch. Seine Zeugen des ersten Fluges waren seine Verwandte und Freunde. Besondere offizielle Note gab die Anwesenheit der Offiziere aus Gorica. Diese waren auch bei anderen Versuchen dabei und haben regelmäβig davon berichtet. Deren zweites Flugzeug unterschied sich wesentlich vom Ersten und war etwas Besonderes. Eda II war Dreiflügler. Deren drittes Flugzeug ähnelte dem Flugzeug Eda I und war wieder Zweiflügler. Ganze, nicht kaputte Teile wurden wieder verwendet. Von den sieben Flugzeugen ist am wenigsten von dem vierten Flugzeug zu lesen. Es gibt keine Fotos, keine Beschreibungen, die genau dieses Flugzeug beschreiben könnten. Vielleicht haben Brüder zum zweiten Mal den Zweiflügler umgebaut, oder nur geplant und es kam leider nicht zum Bau. Eda V ist erfolgreich geflogen, auf der Veranstaltung am 18. März 1910 hat sie aber versagt. Eda VI hatte Grundmerkmale des Flugzeuges Blériot XI, mit dem der Franzose am 25. Juli 1909 als erster Mensch in einem Flugzeug den Ärmelkanal überquerte. Der Bau wurde von den Brüdern oft vereinfacht und deren finanziellen und technischen Möglichkeiten angepasst.

Vom Dezember 1909 bis Ende Juni 1910, also in nur sieben Monaten, ist den Brüdern Rusjan gelungen sechs unterschiedliche Flugzeuge zu bauen. Solch ein Resultat gelang noch keinem von unseren Flugzeugkonstrukteuren, aber auch in der Welt konnte man so einen Baumeister nicht entdecken.

Das siebte und letzte Flugzeug haben Brüder Rusjan in der Mitte des Augustes 1910 zu Ende gebaut. Nach zwei Nachbildungen haben sie wieder eine interessante Originalkonstruktion gebaut. Ein wenig gröβer als Eda VI. Edvard hat im September auch sein Flugzeug und das Fliegen seinem Partner und dem Kapitalgeber Mihajl Mercep vorgestellt. Er entdeckte sofort, dass die bescheidenen Erfolge eine Folge des schlechten Motors seien. Nachdem sich Mercep und Edvard Rusjan deren Reise noch nach Belgrad fortsetzen wollten, haben sie überlegt Eda VII auf die Balkan Tournee mitzunehmen. Dennoch ging das letzte Flugzeug der Brüder Rusjan nie aus dem Heimatort Gorica. Noch zum Neujahr 1910/11 ist Edvard mit ihm erfolgreich geflogen und ging mutig in den Kampf mit dem Wind. Das Flugzeug nahm schnell an Höhe, die Menge war begeistert. Rusjan erreichte österreichischen Berg, flog wieder zurück und als er sich der Startbahn näherte und sich auf 20m nieder lieβ, fing das Flugzeug durch den Wind zu beben. Alle Bänder zerrissen, der linke Flügel brach, einige behaupten den Piloten zu sehen, wie er sich verzweifelt am Kopf packte. Das Flugzeug stürzte ab und beerdigte den Piloten. Nach seinem Tod wurde der Motor verkauft und das Flugzeug auseinander gebaut.

Er, als Verbreiteter der Brüderschaft zwischen dem jugoslawischen Volkes, war das erste Opfer im Jahre 1911 und das 34. auf der Welt seit dem Tod des Lilienthals.